Hotel-Chronik

Die Chesa Rosatsch schreibt Geschichte

In Celerinas idyllischem Dorfkern verbirgt sich hinter den über 360-jährigen Mauern die kleine und feine Ferienoase: Das Hotel Chesa Rosatsch. In den vier 1995/96 stilvoll renovierten Chesas steckt viel Geschichte:

Das Mutterhaus, die rote Chesa Rosatsch, ist über 300 Jahre alt. Die beige Chesa a l’En wurde um 1633 erbaut und die violette Chesa zählt 125 Jahre. Die gelbe Chesa al Flüm entstand 1995 neu.

Interessantes gibts von der Chesa L’En zu berichten. Das 1633 erbaute Haus gehörte von 1831 bis 1924 den drei Schwestern Juditha, Annetta und Anna Hatz. Die drei Namen sind oberhalb der Stüva in Sgraffiti festgehalten. Die Schwestern distanzierten sich von der übrigen Dorfbevölkerung und waren bekannt als wundersame Weiber. Die Sgraffiti an der Gartenseite zum Inn zeugen von ihren seltsamen Handlungen.


 



Die Chesa a l'En,
etwa 1948

 



Anna Hatz,
1831-1924


Die drei Frauen fürchteten sich vor Mäusen, deshalb schliefen sie in Betten mit hohen Beinen. Sie legten Zettel mit Sprüchen für die Verstorbenen in deren offenen Gräber und putzten später ihre Grabsteine. Um die seltsame Aura zu verstärken, setzten Sie sich mit dem Spinnrad aufs Dach, um dort zu spinnen. Da die drei Schwestern keine Nachkommen hatten, ging das Haus Hatz nach ihrem Tode an die evangelische Kirchgemeinde.

Die Chesa Rosatsch wurde zwischen 1630 und 1635 erbaut und ist seit 1943 im Besitz der Familie Brentel-Kunz. Sie baute das Hotel Chesa Rosatsch um und liess die Sgraffiti 1956 vom ortsansässigen Künstler Giulio Pedretti restaurieren.

Das Hotel Chesa Rosatsch bekam mit dem Neu- und Umbau von 1995/96 ein neues Gesicht. Ein viertes Haus wurde an die bestehenden Häuser angefügt. Das Hotel Chesa Rosatsch freut sich, mit dieser Neuausrichtung dem heutigen «Rosatsch-Gast» ein einzigartiges Ferienerlebnis im Engadin zu bieten.

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